Chronik einer Hundertjährigen
Bahnhofsfest in Rheinsberg

RHEINSBERG. Die Eisenbahnstrecke Löwenberg - Rheinsberg feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Ein Bahnhofsfest am 4. und 5. September wird an das Ereignis erinnern. Im ehemaligen Lokschuppen wird altes und weniger altes Eisenbahninventar ausgestellt. Auf dem Güterboden, wo früher die Gepäckstücke aufbewahrt wurden, wird die Chronik gezeigt. Die Geschichte hat Eisenbahnfreund Holger Pfeifer erarbeitet. Der 18. Mai 1899 wird als Tag angegeben, an dem Rheinsberg seinen Eisenbahnanschluss erhielt. Bereits am 1. Februar vor 100 Jahren war der erste fahrplanmäßige Zug der Kremmen-Neuruppin-Wittstocker Eisenbahn gefahren. Der erste fahrplanmäßige Zug zwischen Löwenberg und Lindow war bereits am 11. August 1896 auf den Schienen. Neben der Chronik sollen an diesem Tag auch noch mehr Dokumente gezeigt werden. Der Heimatverein und der Eisenbahnverein rufen deshalb die Rheinsberger auf, in ihren Fotoalben und -schachteln zu kramen. "Wer hat unter seinen alten Familienfotos noch Abbildungen, die auf und beim Bahnhof entstanden sind? Wer hat vielleicht fotografiert, als in den 80er-Jahren Tucholskys Rheinsberg-Geschichte verfilmt wurde!", fragt Volkmar Hilbert vom Eisenbahnverein. Damals entstand ein Fernsehfilm Die Bilder gehen nach der öffentlichen Schau an die Besitzer zurück. Wer etwas beisteuern kann, sollte sich an den Vereinsvorsitzenden Volkmar Hilbert (Telefon Rheinsberg 3 78 04) wenden. Der 4. und 5. September sind die Tage, an denen sich der seit zwei Jahren arbeitende Verein mit seiner Arbeit in der Öffentlichkeit zeigt.
ms
(MAZ (Ruppiner Tageblatt), 1999-08-21)

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