Unterschriften für Bahnlinie
Verein kämpft um Erhalt des Schienennetzes von Rheinsberg nach Oranienburg

RHEINSBERG. Mit einer Unterschriftensammlung will die "Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof" e.V. sich für den Erhalt der Bahnverbindung von Rheinsberg nach Oranienburg einsetzen. In einem Schreiben an Bürgermeister Manfred Richter hat der Vereinsvorsitzende Volkmar Hilbert auf die Nachteile hingewiesen, die sich seit dem letzten Fahrplanwechsel im Mai 2000 ergeben haben.
Obwohl der Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn AG angetreten sind, ihren Kunden bessere Bedingungen anzubieten, ist Hilbert anderer Meinung. Während zum Beispiel die Fahrzeit von Rheinsberg nach Berlin-Lichtenberg eine Stunde und 34 Minuten beträgt, würden die Reisenden zwischen Rheinsberg und Berlin-Charlottenburg über zwei Stunden unterwegs sein. Wenn es dann noch passiert, dass die Anschlusszüge in Herzberg und Löwenberg bereits abgefahren sind, dann müssten die Fahrgäste zwei Stunden warten. Hilbert führte außerdem die häufige Unpünktlichkeit auf der Linie RE-6 an und bemängelte, dass Reisenden, die über Löwenberg in den Norden oder in Richtung Oranienburg in den Osten Berlins möchten, die Anschlusszüge oftmals vor der Nase wegfahren. Außerdem seien die Züge der genannten Linie an den Wochenenden schon ab Rheinsberg total überlastet, so dass Reisende in Neuruppin nicht mehr zusteigen können. Hilbert macht darauf aufmerksam, dass die Bahn die Stilllegung der Strecke zwischen Herzberg und Löwenberg plant. Dies bedeutet das Ende des Zugverkehrs von Rheinsberg nach Oranienburg und der Dampflokfahrten.
Jürgen Rammelt
(MAZ (Ruppiner Tageblatt), 2000-12-14)

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