Großer Andrang beim Bahnhofsfest
105-jähriges Bestehen der Strecke nach Löwenberg gefeiert

RHEINSBERG. Das Bahnhofsfest gab an diesem Wochenende den vielen Freunden der Eisenbahn Gelegenheit, das 105-jährige Bestehen der Nebenstrecke von Löwenberg nach Rheinsberg zu feiern.
Wie bereits in den Jahren zuvor war gestern die Berliner Dampflok mit der Nummer 52 8177 in Rheinsberg zu bewundern. Für die rund 2000 Besucher, egal ob groß oder klein, gab es viel zu bestaunen. Während die Kleinen mit fröhlichen Gesichtern einige Runden auf einer Miniatureisenbahn drehten, nutzten die Erwachsenen die Möglichkeit, sich die Motor- und Hebeldraisine, alte Bahnfahrzeuge sowie die Ausstellung mit alter Eisenbahntechnik anzusehen.
Herbert Schulz, der extra aus diesem Anlass einen Tagesausflug nach Rheinsberg unternommen hatte, war begeistert von dem ansprechenden Programm. Dem kleinen Erik Prast und seinem Freund Antonio Zeiler reichte die Rundfahrt mit der Miniatureisenbahn nicht aus, sie wollten gleich weiter, um mit der großen Eisenbahn zum "Bahnhof Stechlinsee" zu fahren.
Während einige der Gäste es sich bei Kaffee und Kuchen gut gehen ließen, trafen mit der Neustrelitzer Hafenbahn weitere Besucher ein. Und wer es etwas kleiner mochte, konnte die Modelleisenbahn-Ausstellung in einer Halle der ehemaligen Berlin-Chemie bewundern. Dort waren auch erstmalig Modellschiffe ausgestellt. Mit StoIz präsentierte der Verein auch seine neueste Errungenschaft, ein zwei Tonnen schweres altes, originales Ausfahrtsignal.
Viel Zuspruch fanden die angebotenen Fahrten zum Werksbahnhof des stillgelegten Kernkraftwerkes. In diesem Jahr wurde die Fahrt mit dem vierachsigen Großraumdieseltriebwagen der privaten Prignitzer Eisenbahngesellschaft durchgeführt.
Dankend erwähnte der Vereinsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof Udo Blankenburger die Zusammenarbeit mit dem Schützenverein, der ehrenamtlich und erfolgreich seit nunmehr fünf Jahren eine Nachtwache durchführt, um Zerstörungen oder Sachbeschädigungen an den Ausstellungsobjekten zu verhindern.
Charlotte Redzewsky
(MAZ (Ruppiner Tageblatt), 2003-09-01)

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