Eine Spritztour mit der Renndraisine
Siebtes Rheinsberger Bahnhofsfest lockte viele Besucher

RHEINSBERG. Wer an so sonnigen Tagen wie am Wochenende einen Ausflug mit der ganzen Familie unternehmen wollte, brauchte nicht lange zu suchen. Auf dem siebten Rheinsberger Bahnhofsfest wurde für Alt und Jung Interessantes, Sehenswertes und vor allem aber viel Spaß geboten.
Bereits gegen 10 Uhr Vormittags begann am Sonnabend das bunte Treiben auf dem Bahnhofsplatz. Zahlreiche Stände wurden aufgebaut und die 37 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof werkelten emsig.
In einer Ausstellung konnten sich die Gäste von verschiedenen Modellen wie zum Beispiel der Gleissperrsignale bis hin zu einer, vom Verein restaurierten, Motorschienensäge aus dem Jahre 1900 alles ansehen. Der Verein, der sich 1997 gegründet hatte, engagiert sich sehr für die Wiederherstellung und Restaurierung alter Geräte und Fahrzeuge.
Besonders stolz sind die Mitglieder des Rheinsberger Bahnhofsvereins auf einen Castortransportwagen. "Wir haben den Wagen in Zusammenarbeit mit dem Kernkraftwerk aus Paderborn zurückgeholt, denn dort sollte er verschrottet werden", erzählte Udo Blankenburger. Daneben gab es weitere schwere Maschinen zu bewundern, zum Beispiel die Kleinlokomotive vom Typ Kö aus den 30er Jahren.
Für die Kleinen war ein Puppenspieler vor Ort, und auch der Heimatverein bot viele Spiele an. Für das leibliche Wohl wurde mit Kaffee, Kuchen, Deftigem vom Grill und einer Gulaschkanone gesorgt. Die Musiker Markus & Erik spielten Evergreens und Oldies wie "Ein Bett im Kornfeld" von Jürgen Drews und "Willenlos" von Marius Müller Westernhagen.
Ein kleines Highlight des Festes wurde in den Räumen der Firma Berlinchemie gezeigt. Dort hatte die Mitglieder der Ruppiner Eisenbahn Modellarbeitsgemeinschaft zahlreiche regionale Strecken der Ruppiner Eisenbahn nachgebaut.
Wer die Strecke im Original testen wollte, konnte zwischen zwei Draisinen wählen. Die Fahrraddraisine und die so genannte "Renndraisine", entworfen und erbaut von Dietger Spielhagen, luden zu einer kleinen Spritztour auf Schienen ein.
Die vereinseigene Tombola hielt viele Preise von zahlreichen Sponsoren bereit. "Wir sind ein Zahnrad im Kulturgetriebe unserer Stadt", beschrieb Blankenburger die Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof, die zusammen mit dem Verkehrsvereins-Vorsitzenden Heinz Karwarth das siebte Bahnhofsfest zu einem vollen Erfolg werden ließ.
Anke Schulz
(Ruppiner Anzeiger, 2005-08-29)

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