Einladung ins belgische Raeren
Eisenbahner reisen im November

RHEINSBERG. Die Zusammenarbeit zwischen der belgischen Gemeinde Raeren und der Stadt Rheinsberg wird immer enger. Nachdem bereits mehrfach Vertreter der Vennbahn und vom TEC, der regionalen Busgesellschaft, in der Rhinstadt weilten, werden vom 9. bis 13. November einige Mitglieder der "Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof" e. V. nach Belgien reisen. Heinz Karwath vom Verkehrsverein "Rheinsberger Seenkette", der sich in der Vergangenheit um die Kontakte zu den Belgiern bemüht hat, freut sich besonders über die Einladung. Er ist überzeugt, dass der Besuch in Raeren der Zusammenarbeit neue Impulse geben wird. Obwohl der Tourismusfachmann Verständnis dafür hat, dass die Rheinsberger mit Ascheberg, Toftlund, Fangasso, Huber Hights und Mariefred ausreichend mit Partnerstädten versorgt sind, würde Raeren gut in die Palette passen. Allerdings hat man sich dafür entschlossen, dass es keine offizielle Partnerschaft zwischen Rheinsberg und Raeren gibt. Laut Karwath gibt es zwischen beiden Kommunen mehrere Parallelen: So gibt es in Raeren anstelle eines Schlosses eine Burg, es wird genauso wie in Rheinsberg ein zünftiger Karneval gefeiert und es gibt die Vennbahn, benannt nach dem Hohen Venn, einem Landschaftsschutzgebiet in Belgien, das viele Touristen anlockt. Der Verein der Vennbahn organisiert genauso wie die Rheinsberger Dampflokfahrten und Bahnhofsfeste. Außerdem ist Raeren ein Zentrum der Keramik- und Steinzeugherstellung. Alljährlich findet in dem Ort ein großer Töpfermarkt statt, der tausende Besucher anlockt und wo laut Karwath vor allem kunstvolle und hochwertige Keramik angeboten wird. In der Burg Raeren gibt es ein Töpfereimuseum, das gegenwärtig umgestaltet wird. Durch das finanzielle Engagement und die Kontakte des Rheinsberger Verkehrsvereins konnte die Stadt und die Rheinsberger Region schon mehrfach in dem Tourismusheft "Raeren live" Aufnahme finden, das im Dreiländereck vertrieben wird. In der Ausgabe 6/2000 ist Rheinsberg mit einer ganzen Seite vertreten, auf der in Wort und Bild die Leser in die Mark Brandenburg eingeladen werden. Neben einem geschichtlichen Überblick und Hinweisen auf Friedrich II., Kurt Tucholsky und Theodor Fontane wird auf die Rheinsberger Keramikindustrie, auf die Kammeroper, die Musikakademie, den Töpfer- und Zühlener Viehmarkt verwiesen. Erwähnung finden ebenfalls die kleinen Museen, Galerien und Ausstellungen in der Umgebung, die Fahrgastschifffahrt sowie die zahlreichen Feste, die in den Dörfern rund um Rheinsberg stattfinden.

(MAZ (Ruppiner Tageblatt), 2000-09-22)


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